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Leseprobe 1


Angst

Sie haben Brustkrebs. Das bedeutet, dass Sie einen Tumor in sich haben. Dieser Tumor ist böse, richtig böse. Er ist Ihr Feind und kann Sie töten. Der Feind ist in Ihrem Körper. Das ist natürlich beunruhigend.

Krebs tötet meistens langsam. Ein Herzinfarkt, Aneurysma oder ein Schlaganfall kann von einer Minute auf die andere töten und es kann jeden treffen. Absolut jeden, egal wie fit und gesund man ist. Nach wie vor ist das Herz die Todesursache Nummer eins (ich verallgemeinere hier etwas, korrekterweise müsste es Herz- Kreislauferkrankungen heißen). Es gibt keine Garantie für Gesundheit. Niemand hat sie. Unsere Arztpraxen und Krankenhäuser sind voll mit kranken Menschen. Unser Straßenverkehr fordert jährlich tausende Opfer. Leben ist immer lebensgefährlich. Was will ich Ihnen damit sagen? Dass der Tumor in Ihrer Brust gar nicht so schlimm ist? Nein, absolut nicht. Ich habe meinen Tumor jetzt wissentlich seit zehn Jahren. Er ist in diesen Jahren deutlich größer geworden und stört mich. Er ist in meiner rechten Achselhöhle. Wenn ich mich auf meine rechte Seite lege, drückt er. Ich kann nur auf der rechten Seite liegend einschlafen, das war schon immer so und so erinnert mich mein Tumor jeden Tag daran, dass er da ist. Tagsüber merke ich ihn selten. Allerdings spüre ich ihn nach längeren Autofahrten oder nach dem Radfahren, weil ich meine Arme dabei nach vorne nehme. Wenn ich sie anschließend wieder zurück nehme, habe ich circa eine Stunde lang ein Druckgefühl. Der Tumor tut mir nichts, es ist nur ein Druckgefühl unter dem rechten Arm. Aber auch nach inzwischen zehn Jahren ist das noch immer belastend.

Ich kenne die krebstypischen Symptome, weil ich sie drei Jahre lang hatte. Zwei Jahre bevor der Krebs diagnostiziert wurde und dann nochmals ein Jahr, bis meine Eigenbehandlung alle Symptome beseitigt hatte. Glauben Sie mir, es gab Tage, da ging es mir richtig mies, nein, nicht wegen körperlicher Probleme, die Gedanken waren es. Die Frage, was wird aus mir, meiner Frau, meinen Freunden? Ich war und bin durch den Sport gewohnt, mich physisch und psychisch in eine hohe leistungsfähige Verfassung zu bringen. Ich begann bereits mit sechzehn Jahren, regelmäßig zu meditieren. Vor circa dreißig Jahren leitete ich Kurse an der Kreisvolkshochschule über positives Denken und Stressbewältigung und trotzdem gab und gibt es durch den Tumor ständig Momente, in denen ich mich sehr schlecht fühle. Ich betrachte mich als Profi in positivem Denken und ich als Profi lag manche Nacht wach und grübelte.

Sie haben einen Tumor in der Brust und wahrscheinlich sind Sie kein Profi in positivem Denken und selbst wenn, Sie haben die gleichen Sorgen und Ängste wie ich sie hatte und zeitweise noch habe. Nochmals zur Erinnerung, ich habe den Tumor bereits wissentlich seit zehn Jahren und auch in dieser langen Zeit ist es mir nicht gelungen, meine Krebsangst zu ignorieren. Ich akzeptiere den Tumor als ein Teil von mir, aber so richtig lieb habe ich ihn nicht. Ich hasse ihn aber auch nicht, denn wenn ich das täte, würde ich ihm viel zu viel Energie zukommen lassen. Ich akzeptiere ihn und versuche ihn bestmöglich zu ignorieren. Sie sollten es genauso machen.

Warum nicht einfach operieren, könnten Sie jetzt fragen, weg ist weg und somit ist es gut. So einfach ist es aber nicht. Ein Tumor ist keine runde Glaskugel, die man problemlos aus dem Körper herausnehmen kann. Mein Tumor liegt zum Beispiel sehr ungünstig für eine Operation. Er ist ungleichmäßig geformt und weit in das gesunde Gewebe hinein gewachsen. Ich weiß, dass es ausgeschlossen ist, diesen Tumor mit einer Operation restlos zu entfernen und das bedeutet, dass er mit Sicherheit wieder kommen wird. Bei Brustkrebs sehe ich diese Gefahr auch immer, denn selbst eine komplett entfernte Brust ist kein Garant dafür, dass der Brustkrebs aus dem Körper ist. Die Unsicherheit und somit die Angst bleibt auch nach einer Operation. Nun geht jeder anders mit seiner Angst um und somit auch mit seiner Krebserkrankung. Es gibt Menschen, die machen ohne nachzudenken alles, was der Arzt sagt, Operation, Chemobehandlung, Bestrahlung. Andere machen gar nichts, sie leben weiter wie bisher und lassen alles auf sich zu kommen. Wieder andere behaupten, dass sie gar keinen Krebs haben. Die nächsten gehen einen alternativen oder eigenen Weg. Gemeinsam ist allen die tief sitzende Angst.

Wenn Sie jetzt hoffen, dass ich einen Zauberspruch gegen diese Angst habe, muss ich Sie enttäuschen. Es gibt keinen Zauberspruch oder Zaubertrank. Ich vertraue meinem Weg und meiner Vorgehensweise seit inzwischen zehn Jahren. Ich, meine Frau und meine Freunde hoffen auf die nächsten zehn Jahre. Das ist alles, was ich Ihnen für Ihre Psyche anbieten kann. Haben Sie Vertrauen in Ihren Weg und gehen Sie ihn konsequent. Versuchen Sie fest daran zu glauben, dass alles gut gehen wird. Reiben Sie sich nicht daran auf, dass Sie einen Tumor in Ihrer Brust haben. Akzeptieren Sie ihn, versuchen Sie möglichst wenig daran zu denken und erfreuen Sie sich Ihres Lebens.